Projekte

Die ICARUS-Community ist Teil zahlreicher internationaler Projekte. Sei es als Lead Partner oder regulärer Projektpartner,  leistet ICARUS stets seinen Beitrag Wissen und Erfahrungen beizusteuern, um somit zum einen die Reichweite archivarischer Sachkenntnis auszuweiten und des Weiteren jedes Projekt erfolgreich und optimal durchzuführen. ICARUS kann ein breites Spektrum an Ressourcen aus dem Bereich projektorientierter, internationaler Kooperationen bieten und somit Projektpartner in administrativen und finanziellen Belangen sowie bildungs- und kulturrelevanten Strategieentwicklungen beraten.

ICARUS hilft seinen Mitgliedern also nicht nur beim Aufbau von Projekten, die allen Projektpartnern gleichermaßen nutzbringend sind, sondern hilft darüber hinaus auch beim Akquirieren entsprechender Fördermittel.

ICARUS weist sich durch seine umfassende Expertise in Sachen Ausrichten Europäischer Kulturprojekte aus.  Prompt und unkompliziert kann fundierte Hilfestellung in Sachen grundlegender Administration von Projekten bis hin zur Fertigstellung und Zertifizierung finaler Projektberichte geleistet werden.  Somit haben Projektpartner mit der Unterstützung von ICARUS die Möglichkeit, sich voll und ganz auf ihre professionellen, inhaltlichen Aufgaben zu konzentrieren.

Aktuelle Projekte

community as opportunity: the creative archives‘ and users‘ network (co:op)

17 Institutionen aus 12 europäischen Ländern haben dieses Projekt erfolgreich mit der finanziellen Unterstützung der Europäischen Kommission (Creative Europe) auf den Weg gebracht, um die Zusammenarbeit zwischen Archiven und der Bevölkerung zu stärken und umfassend zu fördern.

CoOp-Logo_hochco:op ist ein Projekt ganz im Sinne des ICARUS-Netzwerkes: Es baut auf dem bereits reichen Erfahrungshorizont der gesamten Community auf: Archivgut und somit die Dokumentation unser aller gemeinsamen kulturellen und historischen Identität zeitgemäß verfügbar und zugänglich zu machen. Dabei geht co:op doch noch einen Schritt weiter. Im Zeitalter digitaler Informationstechnologien und ständiger Verfügbarkeit von Informationen und Wissen über das Internet ist es wichtig, nicht nur den demokratischen Zugang zu Wissen mit Hilfe immer selbstverständlicher werdender digitaler Hilfsmittel zu ermöglichen, sondern vielmehr sollte dabei ein besonderes Augenmerk auf dem sich dadurch eröffnenden neuen Potential zur differenzierten Wissensproduktion sowie umfassenden Wissensergänzung liegen. Es wird zunehmend wichtiger, die Bevölkerung aktiv als Seismographen und Schöpfer ihrer eigenen sozio-kultureller Dynamiken zu befragen und einzubeziehen, um damit ein stärkeres Bewusstsein von Eigenverantwortung und Mitspracherecht anzukurbeln. So werden im Laufe des Projektes eine Vielzahl von Aktivitäten umgesetzt, die eben genau auf diesen gezielten Einbezug der Bevölkerung, die Aktivierung ihres Potentials (Crowdsourcing) und die enge Zusammenarbeit mit Archiven setzen.

Informationen zum Projekt finden Sie hier (nur auf Englisch).

Archivum Rhenanum

Ziel dieses Projekts ist es, das historische Erbe der Region des Oberrheins virtuell wiederzuvereinen und somit bestehende Barrieren auf allen Ebenen zu überwinden. Es soll der Öffentlichkeit Zugang zu ihrem gemeinsamen, historischen Gedächtnis mittels konstanter Zweisprachigkeit (Deutsch und Französisch) der Materialien und dessen Beschreibung sowie der Nutzung neuer Medien (Digitalisierung, Online Services, bilinguale Kommunikationsplattformen) geboten und ermöglicht werden. Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie hier auf Deutsch und/oder hier auf Französisch.

APEx – Archives Portal Europe network of excellence

Das APEx-Konsortium besteht aus mehr als 30 Europäischen Nationalarchiven und ICARUS und arbeitet an der Erschaffung einer Internetplattform – dem Europäischen Archivportal –, die den einfachen Zugriff auf digitalisierte Archivalien sowie dazugehörige (Archiv-) Informationen europaweit ermöglicht.  Zusätzlich fungiert das Europäische Archivportal als Aggregator für Europeana. Mehr Informationen finden Sie hier.

St. Stephan in Wien. Architektur der Schriftquellen

Wie lässt sich der Bauverlauf der Wiener Stephanskirche unter Berücksichtigung der Schriftquellen darstellen? Wie veränderte oder stabilisierte dieser die mittelalterliche Gesellschaft? Und wie beeinflusste der Entstehungsprozess zeitspezifische Vorstellungen von Zusammengehörigkeit, Gemeinschaft- und Gruppenbildung?

Stephanskirche_Credit Institut für Kunstgeschichte Wien„St. Stephan in Wien. Architektur der Schriftquellen“ nähert sich diesen Fragestellungen mit einer erstmals in der 200jährigen Forschungsgeschichte durchgeführten systematischen Erfassung der Schriftquellen. Eine problemorientierte Analyse bezieht erstens bauarchäologische Fakten und gesteinskundliche Untersuchungen auf die „Architektur der Schriftquellen“, zeigt Unstimmigkeiten aber auch Lücken im Quellenbefund auf und sucht, dort wo es Divergenzen gibt, nach Lösungen. In einer vergleichenden Darstellung geht es zweitens um zeitspezifische Vorstellungen von Zusammengehörigkeit und Gemeinschaftsbildung bei der Errichtung einzelner Bauabschnitte, um eine gemeinsame Anstrengung der am Bau beteiligten sozio-kulturellen Gruppen und um den vielschichtigen Symbolgehalt der Stephanskirche.

Projektleitung: Doz. Dr. Barbara Schedl  (Institut für Kunstgeschichte Wien)
FWF-Projekt P 24501-G21
Laufzeit: 01.04.2012-31.03-2015

Klicken Sie hier für weitere Informationen zum Projekt.

Hier finden Sie unsere zum Projekt gehörige Presseaussendung.

ProDomo

Das Projekt will die klassische und weit verbreitete Quelle des klösterlichen Professbuchs leichter zugänglich und ergänzungsfähig machen; ein zweiter Schritt besteht in der Verknüpfung von biographischen Informationen über die Grenzen von einzelnen Klöster hinaus.

In der ersten Arbeitsetappe werden biographische Informationen über gottgeweihte Personen in Mitteleuropa in einer Datenbank gesammelt. Zunächst ist die Erfassung von Ordensleuten vor 1900 geplant; weitere Schritte könnten den Diözesanklerus einzbeziehen.

Die Personengeschichte ist eine vernachlässigte Kategorie der klösterlichen Geschichtsforschung. Wir wissen verhältnismäßig viel über die Bauten und Besitzungen von Klöstern, aber über ihre Konvente wissen wir (besonders im Fall von aufgehobenen Konventen) wenig. Dabei sind aussagekräftige Ergebnisse zu erwarten: geographische Beziehung zwischen den Klöstern und gewissen (oft weit entfernten) Städten, soziale Netzwerke, intellektuelle Gruppierungen.

ProDomo soll auch eine kulturerhaltende Arbeit leisten: Zugang zu klösterlichen Archivalien kann schwierig sein, besonders in kleinen Klostergemeinschaften. Mit der Aufarbeitung durch ProDomo wären biographischen Daten ohne großen Arbeitsaufwand gewährleistet. Die Datenbank ist auch in der Lage, bestehende Professbücher zu korrigieren bzw. vertiefen; ein gedrucktes Buch kann das nicht.

Durch die Speicherung der biographischen Angaben in einer online Datenbank werden Informationen einerseits an ein globales Forscherpublikum, andererseits an die nächsten Generationen von Ordensangehörigen weitergeleitet. In beinahe allen Orden gibt es Professbücher oder ähnliche prosopographische Aufzeichnungen, aber sie sind schwer zugänglich, weil junge Menschen Handschriften vor 1940 nicht lesen können. ProDomo will sie erschließen, auswerten und in einem für die Zukunft haltbaren Medium zugänglich machen.

Veröffentlichung einer ersten Betaversion: Herbst 2015

Arbeitsgruppe: P. Alkuin Schachenmayr, Thomas Aigner, Andreas Zajic, Barbara Schedl, Thomas Wallnig

Mit finanzieller Unterstützung von: Zisterzienserabtei Heiligenkreuz, Zisterzienstersift Lilienfeld, Erzabtei St. Peter, Salzburg, Prämonstratensterstift Schlägl, Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg

Abgeschlossene Projekte

ENArC – European Network on Archival Cooperation

Aufgrund des stetigen Fortschritts auf dem Gebiet der Digitalisierung und der elektronischen Präsentation und Konservierung kultureller Güter in Verbindung mit den daraus resultierenden Forderungen moderner Serviceanbieter – zu denen unbestritten Archive zählen – müssen sich letztere nicht nur auf dem nationalen Markt für Internetdienstleistungen, sondern vielmehr auf europäischer Ebene vermehrt vernetzen und untereinander koordinieren. ENArC ist das Netzwerk, um diese Ziele gemeinsam erreichen zu können. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Website.

CrArC – Crossborder Archives

“Gedächtnis ohne Grenzen“ – Schriftliche Quellen slowakischer und österreichischer Archive online

Die Geschichte Österreichs und der Slowakei ist geprägt von kulturellen Gemeinsamkeiten. Diese Gemeinsamkeiten waren für geraume Zeit, unter anderem durch den „Eisernen Vorhang“, verdeckt. Erst seit wenigen Jahren, vor allem seit dem Beitritt der mitteleuropäischen Staaten zur Europäischen Union, verschwanden diese Barrieren und es entstand neuer Raum für fruchtbaren kulturellen Austausch. Bedeutende Quellen zur historischen Entwicklung der Grenzregion Österreich – Slowakei werden in nationalen, regionalen und kirchlichen Archiven beider Länder verwahrt. Lange Zeit waren diese für das kulturelle Erbe Europas bedeutsame Dokumente der Allgemeinheit kaum zugänglich. Ziel des Projekts „Gedächtnis ohne Grenzen“ ist es Hürden wie Sprache oder eingeschränkten Zugang zu den Archiven zu überwinden. Mit Hilfe neuester Informationstechnologien werden schriftliche historische Dokumente für die Bevölkerung beider Länder unabhängig von Raum, Zeit und sozialem Status verfügbar gemacht. Für mehr Informationen besuchen Sie bitte die Website.

Men and Books

Dieses Projekt hat eine Möglichkeit gefunden, Schimmel von Papierarchivalien zu tilgen ohne dabei den Menschen noch das Papier anzugreifen. Dieses Wissen, sprich die Substanz und Methode zur Schimmelbekämpfung, ist für alle, die mit Archivalien hantieren von großem Nutzen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Net.Archiv

Ein Schwerpunkt dieses Projekts lag auf der Digitalisierung von Kirchenbüchern der Diözese Linz und der Diözese Passau. Die Ergebnisse sind auf der Matricula-Website ersichtlich. Der zweite Fokus des Projekts lag sowohl auf der Förderung von wissenschaftlichem Forschen zu einer gemeinsamen, regionalen Geschichte als auch auf der digitalen Erfassung relevanter Quellen für den Historischen Atlas – Innviertel.

Charters Network

Die wichtigsten Inhalte und Ziele des Projektes wurden wie folgt zusammengefasst:

  • Intensivierung der Kooperationen zwischen den beteiligten Partnerarchiven mittels regelmäßiger Treffen, Workshops und dem neu ins Leben gerufenen “Expert-Exchange-Programme”.
  • Digitalisierung mittelalterlicher Urkunden der am Projekt beteiligten Archive.
  • Einpflegung dieser neuen Daten in das Online-Portal für digitalisierte Urkunden Monasterium.Net  um somit ein virtuelles Archiv schriftlicher Quellen aus dem Mittelalter quer durch Europa aufzubauen.
  • Erschließung  innovativer Anwendungsgebiete virtueller Archive: Kollaboratives Archiv MOM-CA – ermöglicht registrierten Nutzern die aktive Nutzung der Urkunden auf Monasterium.Net.